Wenn wir verreisen, ist es für gewöhnlich nicht mit dem Auto. Flugzeug oder Bahn ist das Transportmittel unserer Wahl. In diesem Sommer wollte ich nach Kienbaum. Ein Seminar des Deutschen Judobundes war der Grund. Kienbaum liegt etwa 40 km östlich von Berlin. Das sollte eigentlich kein Problem sein für eine Reise mit der Bahn. Das dachte ich mir im Mai.
Ich nahm also alle Buchungen für die Reise vor und freute mich auf das Event. Eine Woche vorher bekam ich eine Mail von der Bahn. Meine Zugverbindung über Hamburg gibt es nicht mehr. Die Buchung war also hinfällig. Das Ticket aber nicht.
Ich suchte mir also eine neue Verbindung über Hannover raus. Alles kein Problem. Das war also die Theorie. Am Freitag sollte die Praxis erfolgen.
Der Zug kam pünktlich. Die Fahrt ging aber trotzdem nicht los. Eine Durchsage teilte uns eine um 20 Minuten verspätete Abfahrt mit. Irgendwelche Probleme auf der Strecke. Dann ging es aber los. Minute für Minute holten wir die Zeit wieder auf. Ein Blick in die App zeigte, dass der Zug ab Hannover auch Verspätung hatte. Also war alles kein Problem.
Kurz vor Ankunft in Hannover musste ich dann aber feststellen, dass der ICE nach Berlin seine Verspätung fast aufgeholt hatte. Es würde also knapp werden. Mein Zug lief also ein. Auf dem gegenüber liegenden Gleis fuhr der ICE nach Berlin ab. Das wars also.

So etwas kann mich aber nicht umwerfen. Der nächste Zug nach Berlin fuhr in einer Stunde. Ich hatte also Zeit. Allerdings hatte ich keine Sitzplatzreservierung. Na ja, was soll’s. Ich musste also ungefähr eine halbe Stunde auf dem Gang warten, bis dann ein Platz frei wurde. Von da an war alles wieder entspannt.
Es wurde im Übrigen ein tolles Wochenende in Kienbaum.

