Freunde besuchen, heißt manchmal Bahn fahren. Wir haben Freunde in Rheinland-Pfalz. Das ist schon eine schöne Entfernung. Die Verbindung geht von Bremen über Mainz nach Bad Sobernheim. Ein kleines Städtchen an der Nahe. Schon vor längerer Zeit haben wir uns Tickets im Internet gekauft. Die Bahn ist da sehr modern.
Wie geht Reisen nochmal. Ich hab es fast vergessen. Eine Woche in Eckernförde haben wir im letzten Jahr geschafft und es hat Spaß gemacht. Ansonsten haben wir uns zu Hause vergnügt. Es war nicht langweilig. Irgendwann meldet sich schon das Fernweh.
Über zwei Jahre hat uns das Coronavirus nun schon im Griff. Am Anfang haben wir gedacht, es hätte uns ganz schlimm erwischt. Der Sommer 2020 plätscherte so dahin. Im Herbst stiegen die Ansteckungszahlen dann aber an. Menschen kamen ins Krankenhaus. Menschen starben. Es war sehr schlimm. Unsere Hoffnung setzte auf einen Impfstoff.
Schade. Unsere Zeit auf Kreta ist vorüber. Es geht wieder nach Hause. Wir werden hoffentlich eine Rückreise ohne Probleme haben. Der Wecker klingelt morgens um 7 Uhr. Um 7:11 kommt die erste Überraschung. Es ist ein leichtes Rumpeln zu vernehmen.
Tatsächlich bewegt sich das Bett, in dem ich liege. Verrückt. Ein Erdbeben. Schnell wird im Internet recherchiert. Das Epizentrum liegt 45km nordöstlich von Kreta. Beim Frühstück im Hotel gab es nichts. Erdbeben sind hier wohl an der Tagesordnung. Der weitere Tag verlief dann ganz normal. Tja, so ist das manchmal.
Heute sind wir zum letzten Mal am Strand. Die Luft hat 26 Grad und das Wasser hat immer noch 25 Grad. Also alles genau richtig.
Der Bus bringt uns für 1,50€ in 20 Minuten aus der Stadt Richtung Osten. Direkt hinter dem Airport liegt „unser“ Strand. Am Ende aller Hotels, wo überwiegend Kreter hingehen.
Der Strand von Amnissos
Leider ist der Schirmvermieter nicht mehr da. Saisonende. Aber das ist alles kein Problem. Die liebste Frau von Allen möchte so gerne schwimmen gehen. Also gehen wir. Immer locker bleiben.
Den Abschluss des Tages bildet noch einmal ein gemütliches Essen im „Siga Siga“. Mit Allem, was dazu gehört.
Morgen fliegen wir wieder nach Hause. Wir werden aber noch lange unseren Gedanken nachhängen.
Wir hatten den Urlaub bereits im Januar geplant, aber das machen wir meistens so. Nun wurden wir in diesem Jahr von Corona überrascht. Alle Aktivitäten im Sommer waren gestrichen. Geblieben ist uns noch die Reise nach Kreta.
Bis zum Schluss waren wir nicht sicher. Wie würden sich die Infektionen entwickeln.